Der Dativ wird auch Wemfall genannt, weil man oft mit „wem“ (oder mit „welcher Sache“) nach ihm fragen kann:
| Ich gab dem Bettler einen Euro. | |
| Wem gab ich einen Euro? | dem Bettler = Dativ |
| Der Lehrer hilft den Schülern. | |
| Wem hilft der Lehrer? | den Schülern = Dativ |
Ein Nomen (oder Pronomen) steht in den folgenden Fällen im Dativ:
| als Dativobjekt zum Verb |
| Ich gab dem Bettler einen Euro. Der Lehrer hilft den Schülern bei den Aufgaben. Dieses Buch gehört mir. Dem Hemd fehlt ein Knopf. |
| als Dativobjekt zu einem Adjektiv (vgl. Valenz des Adjektivs) |
| Die Abwechslung ist den Kindern willkommen. Wie lange wirst du mir noch böse sein? Die Countrysängerin blieb ihrem Stil treu. |
| als freier Dativ (nicht direkt an ein anderes Wort gebundener Dativ) |
| Zugehörigkeitsdativ (Pertinenzdativ): Die Mutter putzt dem Kind die Nase (= die Nase des Kindes). Dativus Commodi/Incommodi (zu jemandes Vorteil/Nachteil): Der Portier trägt dem Gast den Koffer zum Taxi (= für den Gast). Er hat seiner Mutter die teure Vase zerbrochen. Dativus ethicus (rein gefühlsmäßige Beteiligung an der Handlung, am Zustand, nur Personalpronomen 1. und 2. Person): Komm mir bitte nicht zu spät! Dativus Iudicantis (Dativ des Beurteilers) Er fährt mir viel zu schnell. |
| nach Präpositionen, die mit dem Dativ stehen |
| Die Kinder spielen mit ihren Freunden. Der Schlüssel liegt auf dem Tisch. Er wohnt noch bei seinen Eltern. |
| als Apposition (nähere Bestimmung) bei einem Dativ |
| Das Fahrrad gehört Franz, dem Sohn der Nachbarn. Ich habe den Film mit Rudolf, einem guten Freund, gesehen. Die Direktorin klopfte Dr. Huber, ihrem Stellvertreter, auf die Schulter. |







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